Umzug an die Ostsee oder Nordsee? Wir leben jetzt wirklich am Meer! :-)

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Leben am Meer? So richtig? Geht denn das? Sind das Fragen, die du dir stellst? Exakt so begann auch unsere Geschichte. Eine Geschichte, die von der Liebe handelt. Denn wir lieben das Leben am Meer und dieses ganz besondere Lebensgefühl. Wir – das sind Miri und Marco und unsere beiden Mädels. Und wir sind 2019 unserer Liebe gefolgt und an die Küste gezogen.

Angeborene Strandliebe

Diese Liebe begann 1978… unser Baujahr. Aufgewachsen sind wir beide nämlich zumindest in den Ferien an der Nordsee bzw. Ostsee, kennengelernt haben wir uns später in der Schule im Hamburger Umland, wohin wir nach einigen gemeinsamen Jahren in der Innenstadt auch wieder zogen. Dort wuchsen auch unsere beiden Töchter auf, durch die wir schließlich wieder dazu kamen, öfter mal einen Ausflug an die Küste zu machen. Grömitz, Sankt Peter Ording, Scharbeutz… wir besuchten Wochenende für Wochenende viele Orte – und fanden uns plötzlich mit einem festen Wohnwagen auf dem Campingplatz Kagelbusch an der Ostsee wieder. Spätestens dort entflammte unsere Liebe zur Küste aufs Neue. Jahr für Jahr wurde es doller – und irgendwann stand das erste Mal der verrückte Gedanke im Raum: Warum ziehen wir eigentlich nicht gleich um, wenn wir sowieso in jeder freien Minute an die Küste fahren? Hahaha, lustig, alle einmal kurz gelacht, Thema abgehakt. Aber irgendwo ganz hinten im Kopf blieb ein kleiner Fitzel dieses Gedankens hängen. Und ganz unauffällig schaute jeder von uns an den verschiedenen Promenaden mal auf die Immobilien-Aushänge und fing an zu träumen. Wie das wohl wäre? Am Wasser leben, immer dort sein, an der Küste zuhause? Irgendwie unvorstellbar. Aber warum eigentlich? Klar, wir hatten unsere Jobs, unsere Schule, unseren Kindergarten, und einen riesigen Haufen an Verantwortung für unsere Familie. Aber auf der anderen Seite – da hatten wir diesen Traum. Und der ließ uns irgendwann nicht mehr los.

Der Tag der Entscheidung

Doch wie sollte das gehen? Jobs, Familie, Schule, Kindergarten? Also sagten wir uns: Alles gut, wir haben unseren Campingplatz, dabei belassen wir es. Und ziehen an die Küste, wenn wir irgendwann in Rente gehen. Guter Plan! Hielt dann auch ein paar Wochen, doch dann kamen die Gedanken zurück. Aber wir hatten wieder einen Plan: Wir lassen alles wie bisher und ziehen an die Küste, sobald die Kinder aus dem Haus sind. Super, so machen wir es! Aber dann sahen wir beim nächsten Ausflug wieder unsere beiden Mädels, wie sie über den Strand tobten, völlig in ihrer eigenen Welt, einfach nur glücklich. Egal ob in kurzen Klamotten oder dicken Jacken – die beiden wollten immer ans Wasser. Sie waren genauso infiziert wie wir. Und jeden Sonntagabend gab es traurige Gesichter, wenn wir das Auto packten, um nach Hause zu fahren. Nach Hause… war nicht das hier längst unser Zuhause geworden? Der Strand, die Küste, die Rapsfelder und die herrliche Luft? Fuhren wir nicht eigentlich nur noch zwischen den Wochenenden zum Arbeiten hier weg? So fühlte es sich an. Und die Gedanken an einen möglichen Umzug schoben sich im Kopf wieder ein Stückchen weiter nach vorn.

Gleichzeitig gab es aber natürlich auch Momente, in denen wir zweifelten. Kann man das machen? Darf man das machen? Die Kinder aus ihrem Umfeld reißen? Alles auf neu? Nochmal ganz von vorn anfangen? Wir dachten nun wirklich ernsthaft über einen Umzug an die Ostsee oder Nordsee nach und waren auf der Suche nach Tipps für das Leben an der Küste. Und in all das Gegrübel platze dann der 2. Januar 2019 hinein. Silvester war geschafft, am 1. Januar ruhten wir uns alle aus und beschlossen, am nächsten Tag – wie so oft – einen Tagesausflug nach Scharbeutz zu machen. Und dann? Nicht das schönste Ostseewetter: Sturm, Minustemperaturen, absolut fies. Aber wir fuhren trotzdem. An den Strand konnte man nicht, denn die Wellen donnerten bis an die Dünen, von vorn peitsche uns der eisige Wind ins Gesicht, beim Schlittschuhfahren an der Promenade froren Finger und Füße ab. Aber wir waren hier. An der Ostsee, am Wasser. Wir waren zuhause. Und als wir abends im Dunkeln und mit Eisfüßen wieder ins Auto stiegen, da schauten wir vier uns an und sagten: „Wir machen es!“ An diesem Tag ist unsere Entscheidung gefallen. Und am 27. Juni 2019 hat der Umzugswagen unser Hab und Gut nach Scharbeutz gefahren.

Der erfüllte Traum

Bis dahin standen aufregende Monate auf dem Plan. Wir haben Immobilienseiten durchsucht, schauten uns Häuser an, wurden glücklicherweise auch bereits im Februar fündig und konnten einen Bezugstermin für Ende Juni aushandeln. Wir wollten nämlich unbedingt in den Sommerferien umziehen, um den Kindern den Schul- bzw. Kindergartenwechsel etwas leichter zu machen. Im Nachhinein stellte sich unsere Vorsicht allerdings als völlig unbegründet heraus. Die Lütten waren so fasziniert von der Tatsache, dass sie an der Ostsee wohnen, dass sie alles andere super easy gemeistert haben. Kinder sind einfach echt die cooleren Menschen! Und für uns Erwachsenen war auch gesorgt, wir hatten mit viel Vorlauf die Jobsituation klären können, kümmerten uns um den ganzen Papierkram und vor allem um den Verkauf unseres Hauses in der alten Heimat. Pünktlich zum Juni waren wir mit den Planungen durch. Und am 27. Juni rollte der Umzugswagen an… wir hatten es tatsächlich getan!

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Das sind wir: Miriam & Marco

Jetzt leben wir tatsächlich an der Ostsee und ertappen uns heute immer noch ganz häufig dabei, dass es sich anfühlt, als wäre dies unser für eine Woche gemietetes Ferienhaus und wir sind einfach nur ein bisschen länger geblieben… Aber im Ernst: Bereut haben wir es nie. Nicht einen Tag. Natürlich haben wir Freunde zurückgelassen, die wir nun nicht mehr so regelmäßig sehen wie früher, natürlich ist vieles anders. Aber vor allem fühlen wir uns endlich so richtig zu Hause und genießen es, jeden Tag in fünf Minuten am Wasser sein zu können, die Nase in den Wind zu halten und barfuß durch den Sand zu laufen. Es gibt kein schöneres Gefühl als barfuß im Sand! Dieses Gefühl ist nicht umsonst auch ein fester Bestandteil der Küstenkinners-Klamotten.

Wir und Mode? Warum nicht!

Die Idee, eigene Mode zu entwickeln, hatte natürlich direkt mit unserem Umzug an die Ostsee zu tun. Wir haben vom ersten Tag an dieses Leben am Strand voll ausgelebt, haben uns hineingestürzt als eine Mischung aus Touristen, als die wir jahrelang zu Besuch kamen, und Einheimischen, die wir nun waren. Wobei der Übergang dabei sehr schwammig war. Und wir es bis heute auch nicht mögen, hierbei eine Abgrenzung vorzunehmen. Wir sehen uns und alle anderen, die gern hier sind, als Meer-Liebhaber. Und vor diesem Hintergrund fingen wir auch an, unsere Erlebnisse in unserem Instagram-Blog festzuhalten und uns näher mit den vielen Angeboten an maritimer Mode zu beschäftigen. Vieles davon hat uns toll gefallen, einiges ist auch in unserem Kleiderschrank gelandet. Aber es gab auch immer viele Gedanken wie „Cool wäre es, wenn es etwas gäbe wie…“ oder „Jemand müsste mal was machen mit…“. Und plötzlich – mit einem Cappuccino von der Ostsee-Oase Scharbeutz in der Hand und den Füßen im flachen Wasser – sagten wir nicht ganz ernst gemeint: „Dann machen wir eben unser eigenes Klamotten-Label!“ Leben am Meer und Mode vom Strand – genau unser Ding! Aber dann ging es wieder von vorn los: Hahaha, lustig, alle einmal kurz gelacht, Thema abgehakt.

Aber: Es war nicht abgehakt. Denn es kamen in den verschiedensten Momenten immer mehr Ideen zum Thema „Leben am Meer und Mode vom Strand“ auf, und so fragten wir mal hier und mal da ein bisschen herum, wie denn sowas läuft und was man wohl machen müsste, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Und mit jeder weiteren Information und jeder neuen Idee setzte sich das Puzzle ein Stückchen weiter zusammen – bis es plötzlich soweit war, dass wir dem Baby einen Namen geben mussten, um ein bisschen konkreter zu werden. „Kinder der Küste“, so etwas in der Art schwebte uns vor, das sollte es sein, was inhaltlich rüberkommt. Schließlich haben wir im Sand laufen gelernt und fühlen uns als Kinder der Küste, genau wie unsere eigenen Lütten, zu deren ersten Wörtern neben Mama und Papa auch Strand und Muschel gehörten. Und schwupps – schon war der norddeutsch angehauchte Name geboren, der so perfekt passt, da auch wir einen nicht zu überhörenden norddeutschen Einschlag haben: Küstenkinners.

Die Küstenkinners

Den Namen fanden wir ideal, weil er auch selbst schon eine Botschaft ist, die auf T-Shirts oder Hoodies ausreicht, um zu sagen, wo man herkommt oder was man liebt: Das Leben am Meer und die Mode vom Strand. Eben! Und so nahm die Idee rund um Shirts und Hoodies gepaart mit ganz viel Liebe zum Strand und zum Meer und den vielen Lieblingsorten an Nordsee und Ostsee immer mehr Form an. Soweit, dass wir irgendwann selbst erste Layouts zeichneten, dass wir unsere liebe Layouterin Line um ihre professionelle Hilfe baten, dass wir erste Proben von Kleidungsstücken begutachteten und dass wir uns entschieden, nur Mode aus verifizierten und biologischen Stoffen produzieren zu wollen. Und vor allem Mode für Menschen, die genauso ticken wie wir. Die entweder von hier oben, von der Nordsee und der Ostsee, kommen oder die Küste als Heimat im Herzen ansehen. Menschen, die den Strand lieben, das Meer, die Wellen, das Salz auf der Haut, den Wind in den Haaren und die am liebsten barfuß im Sand laufen. So wie wir.

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Und so ging es immer weiter. Bis wir Anfang Juli 2020 tatsächlich unseren kleinen digitalen Strandshop online gestellt und freigeschaltet haben. Seitdem freuen wir uns über jeden Besucher und jede Bestellung und finden es immer noch total spannend, wie sich die anfängliche Schnapsidee entwickelt. Und deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn du uns auf unserem weiteren Weg begleiten würdest. Am besten barfuß im Sand. 🙂

Und wer weiß, vielleicht können wir ja einige Meer-Verliebte inspirieren, ihr Herz in beide Hände zu nehmen und ebenfalls den Lieblingsort zum neuen Zuhause zu machen. Meer geht schließlich immer.

Ganz viel Liebe und immer ’n büschn Sand im Schuh!

Miri & Marco

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